FAQ

Plateau/Park
1.    Wo ist die Loreley Statue?
In St. Goarshausen, auf der Spitze der Hafen-Mole, steht die bekannte Loreley-Statue. Die Figur wurde 1983 von der russischen Künstlerin Natascha Alexandrova Prinzessin Jusopov geschaffen und der Stadt St. Goarshausen übergeben.
Über einen Treppenweg vom Loreley-Besucherzentrum aus gelangt der Gast hinab zum Rhein und zur Hafendamm-Mole.

Um auch im Kultur- und Landschaftspark eine Loreley Figur zu inszenieren, wird die Verbandsgemeinde Loreley im Jahr 2021 ein Wettbewerbsverfahren unter Künstlerinnen und Künstlern ausloben.

 

2.    Wer oder Was ist eigentlich die Loreley?
Die Loreley ist ein 132 Meter hoch aufragender Schieferfels im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, der sich am rechten Rheinufer bei Rheinkilometer 555, an der Innenseite einer Rheinkurve befindet.

Die Loreley ist auch eine Sagengestalt, die Dichter und Denker wie Clemens Brentano und Heinrich Heine in Texten und Liedern umworben und besungen haben. Der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Legende zufolge kämmte die Loreley auf dem Felsen ihre langen, goldenen Haare und zog die Schiffer mit ihrem Gesang an, worauf die Schiffe in der gefährlichen Strömung an den Felsenriffen zerschellten.

Eine Statue auf der Hafendamm-Mole in St. Goarshausen zeigt ein Bildnis der Loreley.

 

3.    Öffnungszeiten des Kultur- und Landschaftsparks – Wird er irgendwann geschlossen?
Der Kultur- und Landschaftspark ist ganzjährig geöffnet, er kann bei Veranstaltungen im Park oder der benachbarten Freilichtbühne in den Abend- und Nachtstunden geschlossen werden.

Er ist durchgängig barrierefrei gebaut. Der Eintritt ist frei.

 

4.    Wie kam es zur aktuellen Planung/ Umgestaltung des Loreley Plateaus?
Bis 2016 wurden Teile des Loreley Plateaus landwirtschaftlich genutzt. Weitere Teile des Gesamtareals waren seit vielen Jahrzehnten nicht frei zugänglich. Das Plateau wies Hinsichtlich der Präsentation gegenüber Gästen erheblichen Verbesserungsbedarf auf. Der Mythos Loreley sollte an dieser zentralen Stelle erleb- und erfahrbarer werden.
Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs 2014 wurde das Loreley Plateau neu geplant. Besondere Bedeutung kam dabei einer landschaftsarchitektonischen Gestaltung zu, die die Loreley nicht nur als geomorphologische Erscheinung, sondern auch im Sinne einer künstlerischen Inszenierung mit der kulturellen Bedeutung und dem daraus hergeleiteten Mythos stärkt.
Im Herbst 2016 haben die Baumaßnahmen für den Kultur- und Landschaftspark begonnen, welcher mit dem 1. Bauabschnitt im Frühjahr 2019 eröffnet wurde.
Der 2. Bauabschnitt, welcher ab 2021 realisiert werden soll, beschäftigt sich mit der Umsetzung eines Ausstellungskonzeptes an 4 mythischen Orten unter freiem Himmel und im Mythoshalle sowie mit dem Umbau des Entree-Gebäudes zu einem Gasthaus.

 

5.    Wann werden die Lampen gestrichen?
Bei der Materialität der Straßenlaternen, sowie weiterer Elemente im Park, handelt es sich um Cortenstahl, einen Baustoff der häufig im denkmalgeschützten Bereich eingesetzt wird. Auf der Oberfläche des Cortenstahls bildet sich durch Bewitterung eine dichte Sperrschicht unter der oberen Rostschicht. Der Stahlkern wird auf diese Weise vor durchdringendem Rost geschützt.

 

6.  Der Strahlenweg

6a. Warum heißt der Hauptweg Strahlenweg?
Der Name ergibt sich aus der Form des Weges. Am Eingang ist er ca. 11 m breit und verengt sich in seinem geraden Verlauf kontinuierlich bis zum Aussichtpunkt an der Felsenspitze.

6b. Wie lang ist der Strahlenweg und wie lange dauert es zur Felsspitze?
Der Strahlenweg ist der Direkte Weg zur Felsspitze und ist auch für größere Menschenmassen ausgelegt. Der Weg zur Felsspitze beträgt ca. 400m.

6c. Warum wurde der Strahlenweg teilweise in hellem Strichbeton hergestellt?
Die Materialität des Strichbetons betont die Pflasterintarsien welche zur Felsenspitze zunehmen. Bei der Neugestaltung des Loreley Plateaus wurde viel Wert auf Barrierefreiheit gelegt. Insbesondere Gäste die auf Hilfsmittel (z.B. Rollstuhl) angewiesen sind, danken für den Bodenbelag, auf dem sie sich ohne größere Erschütterungen zur Felsspitze hin bewegen können.

Weiterhin dienen die dort verlegten Leitsysteme nicht nur blinden Menschen zur Orientierung, sondern auch Gäste mit einem geringen Restsehvermögen können sich aufgrund der kontrastreich verlegten taktilen Platten in schwarz und weiß sehr gut orientieren.

 

7.    Wie funktioniert die Wegeleitung? Warum ist es kein Rundweg?
Gäste, die den direkten Weg zur Felsspitze suchen folgen dem Strahlenweg und erreichen so innerhalb von wenigen Minuten den Aussichtspunkt. Der Mythenpfad mäandert durch den Kultur- und Landschaftspark und lädt so zum Verweilen ein. Er verbindet 4 mythische Orte im Landschaftspark. Die mythischen Orte werden Sie leicht an der fünfeckigen Form erkennen. Hierbei handelt es sich derzeit lediglich um geschotterte Flächen, welche im 1. Bauabschnitt des Kultur- und Landschaftsparks als Ausstellungsfläche für den 2. Bauabschnitt vorbereitet wurden. Die Themenvermittlung im Kultur- und Landschafspark findet an den vier „Mythischen Orten“ statt.

 

8.    Hintergrund und Gesteinskunde zur Felsspalte
Auf der einen Seite der Felsspalte bestehen die Wände aus schroffem Felsen, welcher das durchmischte Gestein von Grauwacke und Schiefer zu Tage fördert. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Mythoshalle (Innenausbau im 2. Bauabschnitt). Die äußere Fassade des Raumes wirkt wie ein Spiegel, welcher die Verwerfungen der schroffen Felswand gegenüber in seiner Schichtung und Klüftigkeit zeigt.

 

9.    Bepflanzung des Parks
Der Landschaftsraum rund um den Felsen soll durch das Bepflanzungskonzept in seinen ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden. Langfristig ist zu erwarten, dass sich der Ursprungszustand wiedereinstellt und so eine artenreiche und standortgerechte Pflanzenwelt entsteht. Der Park bietet vielen verschiedenen Tier- und Insektenarten einen geschützten Lebensraum. Es wurde besonders darauf geachtet, keine unterirdischen Sperren aus Gewebe oder Kunststoffvlies einzubauen, sodass sich alle Pflanzenarten gemäß ihrem natürlichen Verhalten entwickeln können.
Der teilweise über 100 Jahre alte Baumbestand verleiht dem Landschaftspark zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht.

 

10.    Was passiert mit den Mythischen Orten?
Der Mythenpfad verbindet vier mythische Orte (fünfeckige Plätze) im Landschaftspark. Bei den Mythischen Orten handelt es sich derzeit um geschotterte Flächen, welche im 1. Bauabschnitt als Ausstellungsfläche für den 2. Bauabschnitt vorbereitet wurden.
Zukünftig wird die Themenvermittlung im Kultur- und Landschafspark an diesen vier Mythischen Orten stattfinden. Diese werden mit unterschiedlich gestalteten Hörfelsen bespielt. Dabei wird der Fels gestalterisch in den Mittelpunkt gestellt. Inhaltlich werden unterschiedliche Themen rund um den Mythos Loreley vermittelt. Jeder Hörfelsen ist einem anderen Thema gewidmet. Die Felsen sollen spielerisch und multisensorisch erkundet werden.

 

11.    Geschichte und Hintergründe zum Gläsernen Fels
Die Mythoshalle ist Scharnier zwischen dem persönlichen, emotionalen Erlebnis des mythologischen Ortes der Loreley auf der einen Seite und der romantischen Aufladung der Loreley durch Sagen und Legenden auf der anderen Seite. Die Vermittlungsangebote in der Halle übernehmen damit die wichtige Aufgabe des „Sehen“, „Fühlen“ und „Empfinden“ der Gäste um ein „Verstehen“, „Erfahren“ und „Erkennen“ zu erweitern. Die Kombination aus beidem – der Besuch der Ausstellungshalle sowie die Wahrnehmung im Kultur- und Landschaftspark mit seinen mythischen Orten unter freiem Himmel – sollen ein ganzheitliches Loreley-Erlebnis ermöglichen.
Als ein naturgeographisches Objekt nimmt der Loreleyfelsen aufgrund seiner Be-deutung für die Rheinromantik und als eine der Wurzeln des deutschen Idealismus eine besondere Bedeutung ein. Als Alleinstellungsmerkmal und Akzentuierung erhält das Dach der Mythoshalle, in Form eines stilisierten Gläsernen Felsens, eine besondere Bedeutung mit einem hohen architektonischen Wiedererkennungswert.  
Der „Gläserne Fels“ ist integraler Bestandteil für das Ausstellungskonzept im Sinne der Inszenierung der Mythologie des Ortes. Der Entwurfsgedanke des „Gläsernen Felsens“ greift die Zeilen des Loreleyliedes von Heinrich Heine, „...der Gipfel des Berges funkelt im Abendsonnenschein“ auf und lässt sie in Form des „Gläsernen Felsens“ Gestalt annehmen.
Im Zentrum der Ausstellungshalle steht eine Felsinstallation, welche die Mythoswerdung des Felsens visualisiert und emotional erlebbar macht. Aus dem Boden erwächst ein Fels, der sich zur Raumdecke hin zunehmend defragmentiert und schließlich im Dach als „Gläserner Fels“ auflöst. Die Innenflächen der Felsspalten symbolisieren die Mythen und Geheimnisse, die der Fels nun preisgibt. Der Fels wird zum Leben erweckt, indem aus sich öffnenden Felspalten sowohl Licht- als auch Soundeffekte ausbrechen. Zudem soll ein leichter Lufthauch aus dem Boden unterhalb des Felsens kontinuierlich an ihm emporströmen. Der zur Installation hin abgetreppte Raum und die damit entstehenden Sitzflächen laden dazu ein, sich auf den Felsen zuzubewegen, ihn anzufassen, zu beobachten und zu verweilen.
Zusätzlich zur Mitte des Raumes werden die Mythen und Geheimnisse auch an den umliegenden Wänden des Ausstellungsraums in sieben Kapiteln (siebenfaches Echo an der Loreley) thematisiert. Das Drehbuch sieht dafür folgende Themen vor:
1.    Entstehung der Loreley und des Mittelrheintals
2.    Gefahr der Schiffspassage an der Loreley einst und heute
3.    Legenden – Entstehung des Namens Loreley
4.    Rheinromantik (Die Romantiker: Heine, Brentano, Silcher u. a.)
5.    Reise (Entwicklung des Tourismus vom Beginn des 19. Jahrhundert)
6.    Nutzungen auf der Loreley – z. B. Freilichtbühne als Stätte der nationalso-zialistischen „Thing Bewegung“
7.    Erbe (Oberes Mittelrheintal seit 2002 in der UNESCO Welterbe-Liste) 

Es werden verschiedene Aufbau- und Funktionsweisen zur Wissensvermittlung eingesetzt (z. B. Erklärvideos, Tastmodelle, Exponate, Mindmaps, Guckkasten, Scherenschnittstation, Echobox, elektronische Bücher und Postkarten, Slideshows)    


12.    Was hat es mit den zwei Blockhütten auf sich?
Die beiden Blockhütten wurden als Ferienhäuser über das ehemalige Turner- und Jugendheim vermarktet. Aufgrund ihrer Lage und ihres guten Zustandes, wurden diese Hütten während des Umbaus erhalten und  sollen später einer gastronomischen oder touristischen Nutzung zugeführt werden.

 

13.    Was bedeuten die Symbole auf den Steinen entlang des Strahlenwegs?
Die Installation „Zeichen und Legenden“ entlang des Strahlenwegs Weges bietet Einblicke in die Hintergründe des Mythos Loreley. Dabei ist der Loreleyfelsen selbst Protagonist und erzählt in Stein gemeißelte Geschichten, die sich um die Loreley ranken. Das Beiheft zu den Piktogrammen ist bei der Loreley-Touristik im Besucherzentrum erhältlich.

 

14.    Wie wird der Park gepflegt?
Aktuell kümmern sich Mitarbeiter des Bauhofs der Verbandsgemeinde Loreley um die Pflege des Parks. Zukünftig wird eine GmbH gegründet werden, welche die Pflege und Bespielung des Kultur- und Landschaftsparks übernimmt.

 

Freilichtbühne
15.    Geschichte der Treppe

Zu den Mastleuchten am Strahlenweg werden wir des Öfteren nach der Materialität gefragt. Hier handelt es sich um Cortenstahl, einen Baustoff, der gerne im denkmalgeschützten Bereich eingesetzt wird, wie z. B. am Treppenaufgang zur benachbarten Freilichtbühne. Dort konnte durch den Überbau mittels einer Cortenstahltreppe die denkmalgeschützte Steintreppe erhalten werden. Die neue Treppe wird nun den Anforderungen an die moderne Veranstaltungsstätte im Sinne eines Fluchtweges gerecht.

 

16.    Barrierefreiheit zur Bühne
Die Loreley Freilichtbühne verfügt über ca. 20 Plätze für Rollstuhlfahrer/bzw. gehbehinderte Menschen (> 80%). Sie befinden sich in erhöhten Bereichen mit einer guten Sicht auf die Bühne. Die Plätze liegen nahe an den behindertengerechten Toiletten, den Verkaufsständen sowie den barrierefreien Ein- und Ausgängen.

 

17.    Wann ist die Bühne geöffnet? /Kann man diese besichtigen?
Die Bühne wird über einen Pächter bespielt. Das Gelände ist nur während der Veranstaltungen mit gültigen Eintrittskarten zu betreten. Besichtigungen und Führungen auf dem Gelände der Freilichtbühne werden nicht angeboten.

 

Infrastruktur
18.    Wie ist der Stand der Hotelplanung?

Durch einen privaten Investor ist ein Hotelprojekte an der südlichen Hangkante im Bereich des ehemaligen Campingplatzes geplant. Das Hotel wird insgesamt über ca. 700 Betten verfügen. Baubeginn ist im Frühjahr 2021. Geplant ist ein Empfangsgebäude mit Wellness-, Tagungseinrichtungen und rund 180 Zimmern, einzelne freistehende Hotelvillen sowie weitere Superior-Zimmer in Weinbergterrassen.
Die Eröffnung des Hotels "Slow Down Loreley" ist für 2024 geplant. Erwartete Zielgruppen sind Wanderer, Familien, Wellness-Touristen und Tagungsgäste.

 

19.    Wie sind die Pläne zur Hafenentwicklung?
Der Hafen in St. Goarshausen ist der einzige „Notfall-Hafen“ zwischen Bingen und Koblenz. Daher ist eine touristische Nutzung nicht möglich.
Umbau?

 

20.    Wird es einen Skywalk oder eine Hängeseilbrücke geben?
Derzeit gibt es keine Planungen zu einem Skywalk oder einer Hängeseilbrücke an der Loreley.

 

21.    Wo ist der Spielplatz?
Der Spielplatz befindet sich auf der linken Seite der Sommerrodelbahn, dem Loreleybob, oberhalb des Besucherzentrums

 

22.    Informationen zum Parken
Siehe „Anfahrt und Parken"

 

23.    Toiletten
Die Toiletten befinden sich im Gastrobereich des Besucherzentrums, sie sind für Gäste der Gastronomie kostenfrei.

 

24.    Kann man auf der Loreley heiraten?
Die Felsspitze der Loreley ist eine der Außenstellen des Standesamtes der Verbandsgemeinde Loreley. Anmeldungen zu Hochzeiten erfolgen über das „Standesamt der VG Loreley“.
Eine anschließende Hochzeitsfeier kann über die Gastronomie „Am Mythischen Felsen“ gebucht werden.

 

Gastronomie

25.    Was wird aus dem Turner- und Jugendheim und wann ist es fertig?
Das Turner- und Jugendheim wird bis voraussichtlich Frühjahr 2022 zu einem Gastronomiebetrieb umgebaut.

 

26.    Eigentumsverhältnisse Turner- und Jugendheim? / Warum sind die Turner nicht mehr Eigentümer?
Das Gebäude ist im Besitz der Verbandsgemeinde Loreley
Ebenso wie das ehemalige Berghotel war auch das Turner- und Jugendheim in die Jahre gekommen. Für eine weitere Nutzung hätten diverse Umbaumaßnahmen im Bereich der Brandsicherheit sowie Modernsierungen der Zimmer und Sanitärbereiche etc. vorgenommen werden müssen. Die Eigentümer entschieden sich gegen eine Investition in das Gebäude, so wurde es zu marktüblichen Konditionen an die Verbandsgemeinde Loreley verkauft.

 

27.    Wo kann ich eine Flasche Wasser kaufen?
Das Bistro „Am Mythischen Fels“ bietet Getränke und Essen auch ToGo an.