Der Strahlenweg

Auf dem Strahlenweg kann Bekanntes neu entdeckt werden. Die Installation „Zeichen und Legenden“ wurde entlang des Weges neu verortet und bietet Einblicke in die Hintergründe des Mythos Loreley. Dabei ist der Loreleyfelsen selbst Protagonist und erzählt in Stein gemeißelte Geschichten, die sich um die Loreley ranken. Das Beiheft zu den Piktogrammen ist bei der Loreley-Touristik im Besucherzentrum erhältlich.

Insbesondere am Strahlenweg wird deutlich, dass bei der Neugestaltung des Loreley Plateaus viel Wert auf Barrierefreiheit gelegt wurde. Die dort verlegten Leitsysteme dienen nicht nur blinden Menschen zur Orientierung, sondern auch Gäste mit einem geringen Restsehvermögen können sich aufgrund der kontrastreich verlegten taktilen Platten in schwarz und weiß orientieren.
Der gut ausgebaute Strahlenweg mit einem Strichbetonmuster und Grauwackepflasterintarsien erlaubt darüber hinaus auch die Durchführung von Sonderveranstaltung mit sehr hohem Besucheraufkommen, wie z. B. Rheinleuten, einer Lichtillumination des Kultur- und Landschaftsparks.   
 

Auch wenn die Breite des Strahlenweges zu der Vermutung verleitet, dass weniger mehr im Sinne einer geringen Versiegelung von Landschaftsraum gewesen wäre, so bleibt festzuhalten, dass im Zuge der Gesamtertüchtigung eine Straße sowie ein Parkplatz, ein Hotel, eine Sporthalle, ein Wohnhaus und mehrere Nebengebäude zurückgebaut wurden. Das Plateau wurde vor seiner Neugestaltung also zunächst entsiegelt und nur dort, wo touristische Erschließung notwendig war, mit einem neuen Wegesystem und entsprechender Infrastruktur versehen. Gemessen am Gesamtvolumen wurden 14,4% der zuvor versiegelten Fläche der Natur zurückgege-ben.
Im Sinne des Naturschutzes wird auch beim Lichtkonzept ein zurückhaltender Umgang mit künstlichen Lichtquellen als wichtiger Faktor angesehen. Dadurch soll zugleich die Herausstellung des Naturraumes unterstrichen werden. Die Umsetzung des Lichtkonzeptes erfolgte aus diesem Grund im Bereich der Hauptwege ausschließlich mit indirekter Abstrahlung. Am Nebenweg werden Bodenleuten mit insektenfreundlichen Leuchtmitteln eingesetzt um der der Verkehrssicherung gerecht zu werden.    

Mit dem Rückbau von Gebäuden und befestigten Flächen sowie der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes der Landschaft wurde ein wesentliches Ziel der Um- und Neugestaltung erreicht. Die vorgenommenen Bepflanzungsmaßnahmen stellen einen Teil der zukünftigen natürlichen Sukzession auf dem Naturstandort dar. Auf den Flächen, die nicht regelmäßig gemäht werden, wird sich die natürliche Vegetation des Standortes aus aufkommenden Baumsämlingen, Sträuchern und Wildstauten sowie Gräsern einstellen. Wildbewuchs ist Teil des Gesamtkonzeptes. Die Vegetationsflächen werden nicht intensiv gepflegt. Die Magerwiesen leiden dabei weniger unter sommerlicher Hitze als beispielsweise Rasenfläche.