Aussichtspunkt

Beim Verlassen der Felsspalte zur Felsenspitze dürfte sich bei einigen Gästen das Gefühl einstellen, welches manche Schiffer auf dem Rhein noch heute empfinden, wenn sie die engste und gleichzeitig tiefste Stelle des Flusses hinter sich gelassen haben, um nach der Passage frei durchzuatmen. Hier, am Stromkilometer 555, knapp 194 Meter über dem Rhein angekommen, hat man den Sehnsuchtsort von Menschen aus der ganzen Welt erreicht. Der phantastische Blick auf rebenbesetzte Talhänge, die auf schmalen Uferleisten liegenden Städte St. Goar und St. Goarshausen sowie die auf Felsvorsprüngen aufgereihten Höhenburgen haben den Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft nachhaltig geprägt.

Legendär ist auch das berühmte Loreley-Echo, welches einst siebenfach durch die Talenge geschallt haben soll. Seit vielen Jahrzehnten ist das Echo nicht mehr zu hören. Unter anderem führte der Verkehrsweg entlang des Rheins zum Verlust des Echos.
Heute ist es spannend, diesen Verkehrsweg mit den Tunnelportalen der Eisenbahn und den Schiffsampeln von den 6 Aussichtpunkten (A1 – A6) der Loreley zu beobachten. Wie in einer Miniaturwelt steht der/die Betrachter/in über der Szenerie, die sich fast senkrecht unter ihm/ihr abspielt. Vermittlungsmodule zu diesen und anderen  Themen werden im 2. Bauabschnitt an den Geländern der Aussichtpunkte installiert.    
Besonders beeindruckend sind die Steuerkünste der Schiffsführer, die ihre Boote über den mäandernden Flusslauf zwischen den hohen Felsflanken hindurchleiten.  

 
Damen, welche selbst zur personifizierten Loreley werden möchten, können auf dem Sitz der Loreley Platz nehmen. Ihr Bild vor dieser faszinierenden Kulisse wird garantiert weltweit Gefallen finden.